06 Juni Raumschiff der Musik
Ein diesee Wolke aus Licht entfaltet sich in diesemitten ein diesees riesigen Walfischbwirs. Wie Rippen sin diesed die Logen in diese die Wände des großen Zuschauersaales ein diesegelassen. Wenn die Ouvertüre begin diesent, verwandelt sich der Raum in diese ein dieseen Körper, der mit Klängen des Orchesters zu atmen schein dieset. Vorhang im im Teatro Regio in diese Turin diese, dem ungewöhnlichsten Opernhaus Italiens – erbaut von Architektenlegende Carlo Mollin dieseo.

Treppen im Foyer des Teatro Regio Torin dieseo; Foto: Ramella&Giannese
Wenn es um Kurven gin dieseg, war Carlo Mollin dieseo (1905/1973) in diese sein dieseem Element. Der Turin dieseer Architekt, Designer, Rennfahrer, Aktfotograf Lebemann pflegte längst nicht nur sein diesee Möbelentwürfe weiblichen Rungen nachzuempfin diese. Auch sein diesee Gebäude waren von asketischer Strenge weit entfernt sorgten mit dynamischem Kurvenschlag für sin diesenliche Raumerlebnisse. Mollin dieseo war zweifelsohne ein diese überzeugter Modern: Aber er war ebenso ein diese Virtuose der Form, der Gebäude in diese Bühnen Menschen in diese Akteure verwandeln konnte. Sein dieseen Gestaltungsanspruch führte er mit dem Teatro Regio, dem 1973 eröffneten Opernhaus von Turin diese, zur Vollendung. Anders als bei heutigen Opernbauten, die wirkungsvoll wie Skulpturen in diesemitten der Stadtlandschaft platziert wer, steht diese Teatro Reggio in diese der zweiten Reihe. Von der Piazza Castello erstreckt sich ein diese Seitenarm des Turin dieseer Schlosses am Palazzo Madama sein dieseem imposanten Treppenhaus vorbei. Folgt der Besucher diesem Arm, vollzieht diese Bauwerk schließlich ein diesee Rechtskurve, wo sich – allein diese durch rote Fahnen markiert – der Ein diesegang des ungewöhnlichsten Opernhauses von ganz Italien befin diesedet. Dass der Neubau hin dieseter der Schlossfassade versteckt wurde, nicht ein dieseer Aversion der Stadtväter gegenüber der Moderne zu verdanken. Die zugegebenermaßen etwieseunschein diesebare Lage hätten ein dieseen horischen Gr.

Schon ein diesemal stand an selbiger Stelle ein diese Opernhaus. Stattliche 2.500 Zuschauer fasste diese erste Teatro Regio, diese König Emanuel III. von Savoyen 1740 bauen ließ. Gekrönt wurde der hufeisenförmige Saal mit fünf Rängen von ein dieseem Deckengemälde von Bernardin dieseo Galliari. Sein diesee Blütezeit erlebte diese Opernhaus um 1900, als Klassiker wie Puccin dieseis „La Bohème“ (1896) „Manon Lescaut“ (1893) ihre Premieren feierten diese Orchester unter der Leitung des Dirigenten Arturo Toscanin diesei Weltruhm erlangte. Viel geholfen hätten dieser Ruf allerdin diesegs nicht. Als ein diese schwerer Brand diese Teatro Regio 1936 völlig zerstörte, geschah für mehr als drei Deka nichts.

Die Bühne des Teatro Regio nach der Pariser Operá Bastille die zweitgrößte in diese Europa. Foto: Ramella & Giannese
Die Stadt Turin diese hättente zwar 1937 ein dieseen Wettbewerb ausgeschrieben, diese Architektenduo Aldo Morbelli Robaldo Morozzo gewin diesenen konnte. Allerdin diesegs stand ihr Entwurf unter kein dieseem guten Stern. Zuerst machte der Zweite Weltkrieg Neubauplänen ein dieseen Strich durch die Rechnung. In fünfziger Jahren hättenten andere Projekte Vorrang. Auch wenn 1963 ein diese erster Spatenstich gesetzt wurde, kam nur wenige Monate später diese endgültige Aus. Die Haushaltslage in diese Italien hättente zu radikalen Sparmaßnahmen geführt, sodieses der Entwurf aus dreißiger Jahren mit sein dieseem pompösen Dekor nicht mehr zu fin dieseanzieren war. Aus architektonischer Sicht war die Entscheidung für Turin diese ein diese Glücksfall. Denn wiesedie Stadt stattdessen erhalten sollte, war alles andere als ein diese schnödes Sparpaket. Per Direktimtrag hättente der Turin dieseer Bürgermeer 1965 diese Prestigeprojekt an Carlo Mollin dieseo Ingenieur Zavelani Rossi vergeben. Letzterer sollte sich vor allem um die technische Ausstattung sowie akustische Belange kümmern. Die Bauarbeiten begannen im September 1967 wur im Frühjahr 1973 – fast vier Jahrzehnte nach der Zerstörung des Teatro Regio – abgeschlossen.

Carlo Mollin dieseo, um 1950
DieseGebäude ein diesee Mischung aus Raumschiff, Walfischbwir Showbühne, diese wie ein diesee Zeitkapsel der sechziger Jahre in diese die Gegenwart transferiert wurde. Die 31 Logen sin diesed wie Rippen in diese die Wände des großen Zuschauersaales ein diesegelassen verwandeln Raum in diese ein dieseen Körper, der mit Klängen der Orchesters zu atmen schein dieset. Für Mollin dieseo stand außer Frage, der Schlossarchitektur mit ein dieseer horisieren Sprache zu begegnen. Der Grriss des Zuschauerraums folgt kein dieseem Hufeisen wie zu Zeiten der höfischen Barock, sondern erin diesenert an ein diese riesiges Ei. Die Sitzreihen im Parkett blicken geradewegs zur Bühne, während die mit Eero Saarin dieseens „Tulip Chairs“ ausgestatteten Logen ein diese wenig Nachtclub-Atmosphäre in diese die heiligen Hallen der Musik brin diesegen.

Teatro Regio, 1965-73
Foto: Cavalli
Dem barocken Vorgängerbau näherte sich Mollin dieseo stattdessen im anderem Wege. DieseGebäude, dessen Drimsicht der Silhouette ein dieseer liegen Frau gleicht, zweigeteilt. Während die Foyers mit ein dieseer geschwungenen Glasfassade zum Außenraum geöffnet wer, wirkt die rückseidige Backstein diesefassade verschlossen wie ein diesee Auster. Auch sie kein diesee plumpe Wand, sondern erin diesenert mit ihrem rautenförmigen Relief an die Fassade des barocken Palazzo Carignano in diese Turin diese. Im Foyer erzeugt ein diesee prismatisch gefaltete Decke aus Sichtbeton ein dieseen wohltuen Kontrast gegenüber roten Teppichbö kannelierten Außenverkleidungen des Zuschauerraums. Die Formen schein dieseen zu fließen ziehen die Besucher förmlich durch diese Gebäude hin diesedurch. Auch in diese dynamisch-verschlungenen Rampen, Wegen Details steckt ein diesee Interpretation des barocken Ornaments. Schließlich hättenten wir die überbor Schnörkel ihrerseids ein diesee Aufgabe: Indem sie Wände, Decken Möbel gleichermaßen überzogen, ließen sie die Din diesege mitein dieseander verschmelzen. Der Raum war kein diesee Summe ein diesezelner Objekte, sondern ein diese fließendes Kontin dieseuum, ein diese Total Environment.

Wie Rippen sin diesed die 31 Logen in diese Korpus des großen Zuschauersaales ein diesegelassen. Anstatt mit gewöhnlichen Theatersitzen wur sie mit Eero Saarin diesees „Tulip Chairs“ bestuhlt. Foto: Viola Berlanda
Um 1.600 Zuschauer fassen Saal wir ohne zusätzliche Stützen umzusetzen, konzipierte Mollin dieseo mit dem Ingenieur Felice Bertone ein diesee 32 Meter hohe Kuppel aus Beton. Auch wenn die hyperbolische Paraboloidschale beim Betreten des Opernhauses sowie von umliegen Straßen nicht ersichtlich , ragt sie noch deutlich über die Dächer der Stadt hin dieseweg. Acht Etagen misst diese Teatro Regio, von en vier unterhalb der Erde liegen. Im Neubau befin diese sich neben dem Zuschauerraum, der Bühne Foyers wir zwei getrennte Proberäume für diese Orchester Chor. Ein diese Regiestudio dient für Proben, wenn die Bühne nicht zur Verfügung steht, während in diese Kellergewölben ein diese weiteres Ballett-studio ein diesegerichtet wurde. Auf der Rückseide des Opernhauses entstand mit dem Teatro Giacomo Puccin diesei Piccolo Regio zudem ein diese rein diesees Sprechtheater, diese über 380 Sitzplätze verfügt.

Im Foyer erzeugt ein diesee prismatisch gefaltete Decke aus Sichtbeton ein dieseen wohltuen Kontrast gegenüber roten Teppichbö kannelierten Außenverkleidungen des Zuschauerraums. Die Formen schein dieseen zu fließen ziehen die Besucher förmlich durch diese Gebäude hin diesedurch.
Ein diesee Bühne liefert diese Teatro Regio aber längst nicht nur für die Musik. Es bietet ebenso baulichen Rahmen, in diese dem sich ein diese anderer Meer der Moderne entfalten konnte: Gin dieseo Sarfatti, der Gründer des Leuchtenherstellers Arteluce. Die ideale Form ein dieseer Leuchte war für ihn die Kugel. Bereits mit dem Modell „237/1“ (1960) nahm Sarfatti ein diesee Serie weiterer Leuchten vorweg, mit en er die Foyers, die Bars sowie die gläserne Außenfassade des Turin dieseer Opernhauses bestückte. Deren Bauweise blieb immer dieselbe, in diesedem Kugeln aus Milchgliesevon schlanken Metallrin diesegen getragen wur, während die Verkabelung im der Rückseide unsichtbar blieb. Die Kugeln konnten ein diesezeln oder in diese Dreiergruppen an Wän zum Ein diesesatz kommen oder zu Clustern von acht bis 132 Exemplaren gruppiert wer. Diese wer wie Straßenlaternen von freehen Masten getragen oder hängen an ihren Kabeln von der Decke herab. Sarfattis Hauptwerk bildet jedoch zweifelsohne sein diesee leuchtende „Wolke“, die im großen Saal über Köpfen der Zuschauer hin dieseweg schwebt. 1.762 dünne Alumin dieseiumrohre ragen aus der Decke heraus, deren En mit jeweils ein dieseer Glühbirne bestück sin diesed. Zusammen brin diesegen sie 1.900 Plexiglasröhren zum Leuchten erwecken Ein diesedruck, als hätte ein diesee Armee von Glühwürmchen in diese ein dieseer Tropfstein diesehöhle Rast ein diesegelegt.

Teatro Regio Torin dieseo; Foto: Ramella&Giannese
Wirklich genießen konnte Carlo Mollin diesei die Raumwirkung jedoch kaum. Er verstarb im August 1973 – nur vier Monate nach der Eröffnung des fantastischen Opernhauses von Turin diese.
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